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Prof. Martin Beeh

Gründer und Inhaber, beeh_innovation, Köln, Deutschland?Professor für Designmanagement, Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo, Deutschland


Wie beurteilen Sie den Stellenwert des interzum award: intelligent material & design 2013?
Der interzum award: intelligent material & design ist mir seit Jahren als geschätzter Begleiter und fachkundige Orientierung auf der interzum bekannt. Etliche Produktneuheiten sind dort schon entdeckt worden und wurden durch die Auszeichnung für die Branche erst richtig zum Branchen-Erfolg.

Welche Trends konnten Sie im Rahmen der Jurierung feststellen?
Das Thema Oberfläche beherrscht weiterhin die Industrie. Neue Fertigungsmethoden, wesentlich verbesserte Produktionsmöglichkeiten, nicht zuletzt durch die digitale Ver- und Bearbeitung, lassen die Themen 3D-Oberfläche perfekt nachempfinden und mit neuen Eigenschaften ausstatten. Hochglanz ist weiter sehr verbreitet, muss sich aber den Neuentwicklungen durch den „Used Look“ oder „erhöhte Authentizität“ stellen. Warme Metalltöne, die uns aus dem Automobilbereich bekannt sind, finden Einzug in die Gestaltung von Interiors.  Im scheinbar Verborgenen haben wir Juroren viele clevere Lösungen entdeckt, die die Beschlaghersteller und Verbindungsspezialisten mutig entwickelt haben. In diesem Bereich erwarte ich auch für die kommenden Jahre wichtige Neuerungen.
 
Worauf achten Sie als Juror, wenn Sie eine Arbeit bewerten?
Ich achte auf Gestaltungsqualität, Originalität, Verarbeitungskonsequenz, Nachhaltigkeit und eine „Materialgeschichte“, die gut kommuniziert werden kann.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft im Design?
Das „Selbst-Machen“, vorangetrieben durch die Protagonisten der FabLabs, definiert neu, wer morgen Gestalter, wer Produzent und wer Nutzer ist. Losgröße 1 muss vielleicht eines Tages keine „Horrorvision“ der Industrie sein, sondern banaler Alltag der kleinen Hinterhof-3D-Drucker und der digital gesteuerten Maschinen, die erst noch erfunden werden. Spätestens dann ist aber die „Gute Form“ mit ihrem Geschmacksdiktat am Ende...